geisterlein.

heute früh um kurz nach halb sieben wanke ich aus der dusche und denke “mmh. still.” waren die kinder nicht schon wach? “mmh. sehr sehr still.” ich creme mich ein, ziehe mich an und denke “das geht gar nicht diese stille. die sind überhaupt nicht da!” und rufe runter. keine antwort. ich höre nur das pfeifen des windes, imagniäres tumbleweed rollt durchs untere stockwerk. vorne durch die terassentür erkenne ich in der dunkelheit die nachbarin, kurzes guten morgen, ein pfeifen nach den kindern, keine antwort. ich probiere es auf der anderen seite des hauses und öffne das flurfenster. und sehe die beiden.

sie stehen in schlafanzügen und gummistiefeln auf der strasse, jeder eines dieser kapuzenhandtücher für babys auf dem kopf, bewaffnet mit einer taschenlampe und erforschen die nacht samit getier und gestirn.

ich darf nicht wirklich darüber nachdenken, wie wir manchmal auf unsere nachbarn wirken…..

tadellos am 27. Oktober 2011 um 08:04
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