auftragsverweigerung.

in jeder familie schwirren versteckte aufträge aus den vorherigen generationen – durch reih und glied immer schön weiter gegeben, manchmal ein bisschen den veränderten umständen der nächsten generation angepasst. sei was auch immer….. mach so wie…..fühle oder fühle nicht wie……ein gar herrlisches auftragvolumen für alt und jung, ungewollt aufgepackt bekommen als kind, dass man dann durch die jahre trägt und sich wundert, warum man die dinge tut wie man sie tut. oder man denkt angestrengt “auf keinen fall werde ich so wie….” oder “niemals werde ich das oder jenes so machen!” – und ertappt sich dann entweder im dennoch genauso machen oder in einer überangestrengten haltung im anderen extrem, was auch kein deut besser ist. hamsterrad oder totale lähmung, liebesentzug oder abhängigkeit, nähe oder distanz, depression oder manie – was auch immer es ist, das gefühl bleibt sich gleich: eine unangenehme ambivalenz zwischen dem was meint tun zu müssen und dem was man aber eigentlich wirklich will.

da hilft es doch ungemein, wenn man sich mit einem blick auf die vorherigen generationen mal der aufträge bewusst wird um sie dann anschliessend dort auch zu lassen. mit einem klaren und versöhnlichen ja zu den guten dinge und dem was einen stark gemacht hat. aber eben auch einem klaren nein zu den dingen, die einen verbogen haben, die einen von dem was man selber ist und was man selber will entfernt haben. denn nein – ich muss nicht sein wie……ich muss nicht machen wie…..und ich muss schon gar nicht so oder so sein oder das oder das geben.

tadellos am 25. Oktober 2011 um 16:39
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