Was die Arbeit wirklich ausmacht, sind Kollegen, die einem nah sind. Die man nur durch den Raum hinweg anschauen muss und beide Seiten wissen sofort Bescheid. Wo ein Augenrollen, ein Schulterzucken, ein schiefes Grinsen oder ein Fingerzeig reicht, um alles klar zu machen und sich zu verstehen. Kollegen, die einen anstrahlen, wenn man sie morgens trifft. Kollegen, die sofort nach einem Pflaster flitzen, wenn die furchtbare Fleischwunde, die man sich mit der Laubsäge zugezogen hat (überhaupt, Laubsägen, wer hat sowas eigentlich erfunden?), nicht mit dem Bluten aufhören will. Kollegen, mit denen man den einsamen Schokiweihnachtsmann, der seit einem Monat auf dem Lehrerzimmertisch steht, mit der Faust zerkloppen kann und die dann auch noch ganz selbstlos auf das kleine goldene Glöckchen verzichten. Kollegen, die einfach nur wegen der Tatsache, dass sie die Dinge auch mal anders bewerten oder auch mal vollkommen schräg reagieren können, den Alltagstrott durchbrechen und das Herz an der richtigen Stelle weiterschlagen lassen. Das macht es wirklich aus.
himmelblau am 25. Januar 2011 um 14:24
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