Cem spricht nicht und trotzdem kann ihn jeder verstehen. Heute war er wütend. Er zeterte, er weinte und er schimpfte. Weil die Dinge nicht so passierten wie er das wollte. Er rauschte durch die Klasse, er schmiss sich auf den Boden und er trampelte mit den Füßen. Weil er raus wollte und nicht durfte. Und die Menschen um ihn herum waren ganz ruhig, warteten ab und ließen ihn sein, denn Cems Wut ist klar und authentisch. Später, als ich mit Cem gelbe Knetkugeln zwischen den Händen formte, da beugte ich mich zu ihm und flüsterte ihm etwas ins Ohr.
Ich beneide dich um deine Wut.
himmelblau am 23. November 2010 um 15:07
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