ich hatte bis zu meinem 13. Lebensjahr gar wunderhübsche blonde lange haare. weil ich die haare tagsüber nicht offen tragen durfte, waren die abendstunden haartechnisch die schönsten – da durfte ich mit der pracht durch die gegend laufen, kämmte und bewunderte nach herzenslust. bis zu dem tag, an dem die ersten dicken strähnen in der bürste hängenblieben. irgendwie kamen zu dem zeitpunkt wohl schon die präpubertären hormone in wallung, jedenfalls verlor ich strähne um strähne und irgendwann wurds kriminell und ich nakisch auf dem kopf. also gings zum friseur und der schnitt mir meine haare kurz. das war vor 22 jahren und seitdem habe ich kurze haare. zwischendurch gabs mal anfälle von lang wachsen lassen wollen, die aber schnell auf dem friseurstuhl endeten.
nun ist es wieder so weit. diesmal möchte ich es schaffen. ein bisschen länger wachsen lassen…..wobei “lang” definitionssache ist. wangenknochenlänge wäre mir schon ausreichend, mehr muss nicht sein. weil ich aber schon wieder in haarstress gerate wenn ich mich im spiegel sehe, gehts heute zur friseurin des herzens, die mir einen psychologischen haarschnitt verpasst. im grunde schneidet sie nichts, aber ich fühl mich hinterher wohl.
wär doch gelacht. die paar zentimeter länger!
tadellos am 29. September 2010 um 13:17
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