i: Ich wünsch dir eine tolle Party, habt viel Spaß und lasst es ordentlich krachen.
T: Vielen Dank, das werden wir machen.
i: So ist’s recht. Tschüß bis morgen.
T: Ja, bis morgen.
i: Undpassaufdichauf,rufan,wennwasist.
UndmachkeinenScheißundtrinknichtzuviel.
UndlassdichnichtanquatschenundRUFANWENNWASIST.
T: Ich liebe dich auch Mama.
Lachen. Autotür zu. Tochter hüpft davon.
(Mist, jetzt hab ich vergessen, ihr zu sagen, dass sie nicht wieder vergessen soll, die Kontaktlinsen vor dem Schlafen rauszunehmen.)
ich komme gerade vom fädenziehen beim kieferchirurgen. er schüttelt mir breit grinsend die hand und sagt “ahh! frau tadellos! meine fröhliche patientin!” ich bin etwas verwirrt, weil beim letzten mal war ich nicht fröhlich sondern panisch. er fragt ein bisschen nach, ich erzähle begeistert von meiner amnesie wegen der sedierung. ob ich mich denn an was erinnern würde, nö sach ich alles weg. ob ich denn unsinn gemacht hätte frage ich. nö, sagt er und grinst wieder, das nicht, aber ich hätte die gesamte op über lieder gesummt. jedesmal wenn ich den mund aufgemacht habe, fing ich an, kaum klappte er zu, hörte ich auf. sie hätten alle grossen spass mit mir gehabt.
denk ich mir und sehe sie vor mir – “frau tadellos! mund zu! und jetzt mund auf! mund zu! mund auf!”
Und ich will verdammte Scheiße nochmal mein Happy End.
wäre es vielleicht möglich, dass sich das tempo mancher entscheidungen mal bitte an mein gewünschtes tempo anpasst? die diskrepanz verursacht bei mir magenrumpeln, aufregung und hibbelage!
tot ist nur, wer vergessen wird.
(kinderzimmertrennelung vollzogen. die beiden verbringen heute nacht die erste nacht in getrennten zimmer seit der geburt von frau spinnöses hühnchen vor fast 5 jahren. zeit wirds. die beiden sind wie siamesiche zwillinge – mit allen vor und nachteilen. ein nachteil ist das äusserst geringe schlafbedürfnis sowie das äusserst große miteilungsbedürfnis des spinnösen hühnchens, was konträr zum äusserst ergiebigen schlafbedürfnis und dem eher kleinen wunsch nach abendlicher bequasselung des sohnes steht. nun also ein traum in rosa für das madämsche des hauses…..hachhach.)
dans ce monde inhabitable, il vaut mieux danser sur les tables.

(So wunderbar. Und so eine unglaublich große Freude. Danke Julie.)
ein essay von christoph scheuermann, dem ich herzlich für die ausgesprochene wahrheit danke.